Loslassen beginnt selten mit einer Entscheidung.
Oft beginnt es mit einem Gefühl:
So wie es gerade ist, möchte ich nicht weitermachen.

Zu viele Dinge.
Zu viele Verpflichtungen.
Zu viele Gedanken, die bleiben, obwohl sie längst müde machen.

Loslassen heißt nicht, alles aufzugeben.
Es heißt, bewusst zu wählen, was bleiben darf.

Ich verstehe Loslassen nicht als radikalen Schnitt,
sondern als stillen Prozess.

Nicht schneller.
Nicht besser.
Sondern ehrlicher.

Es geht um das,
was sich im Laufe der Zeit angesammelt hat –
im Zuhause, im Alltag, im Inneren.

Und um die Frage:
Was trägt mich wirklich?

Minimalismus ist für mich kein Regelwerk.
Es ist eine Haltung der Klarheit.

Eine Einladung,
sich von dem zu lösen,
was keinen Raum mehr schafft,
sondern ihn nimmt.

Dabei geht es nicht nur um Dinge.
Sondern auch um Erwartungen.
Um Rollen.
Um alte Vorstellungen davon, wie etwas sein sollte.

Dan-Sha-Ri und Death Cleaning sind für mich keine Methoden zum Abarbeiten,
sondern achtsame Wege des Hinschauens.

Was brauche ich wirklich?
Was halte ich fest – aus Gewohnheit, aus Angst, aus Pflichtgefühl?
Und was darf gehen, damit das Wesentliche wieder sichtbar wird?

Loslassen darf sanft sein.
Und es darf Zeit brauchen.

Wenn etwas geht,
entsteht nicht automatisch Leere.

Oft entsteht Raum.
Für Klarheit.
Für Ruhe.
Für Entscheidungen, die sich stimmig anfühlen.

Loslassen ist kein Ziel.
Es ist ein Weg –
Schritt für Schritt,
im eigenen Tempo.

Vielleicht darf heute etwas leichter werden.

Die Texte auf dieser Website sind Einladungen zum Innehalten.

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